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So, 08:04 Uhr
20.05.2018
Heute ist Weltbienentag

Immer mehr Imker in Thüringen

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York hat den 20. Mai zum Weltbienentag erklärt. Damit soll auf die Bedeutung der Bestäubungsleistung der Bienen für die weltweite Ernährung und auf die Probleme, unter denen Honigbienen, Wildbienen und andere Insekten aktuell leiden, hingewiesen werden...

Startbereit zum Ausflug (Foto: Tetzemann/pixabay.com)
Der 20. Mai ist der Geburtstag des slowenischen Imkerpioniers Anton Janša (1734-1773). Er galt als einer der ersten Lehrer der modernen Bienenhaltung.

„In Deutschland bestäuben allein die Bienen rund 80 Prozent der Nutz- und Wildpflanzen“, erklärte heute in Erfurt Landwirtschaftsministerin Birgit Keller anlässlich des heutigen Weltbienentages.

„Als Nutztiere sind die Bienen unersetzlich. Sie erhöhen wesentlich die Erträge unserer Kulturpflanzen, dienen zusätzlich der Honiggewinnung und sichern die natürliche Artenvielfalt. Der Schutz der Bienen ist eine wichtige Aufgabe. Die Landesregierung unterstützt deshalb die Arbeit der Thüringer Imker, fördert die Zusammenarbeit der Imker mit den Landwirten und hilft bei Investitionen in die Bienenhaltung.

Außerdem ermutigen wir die Landwirte auch direkt mit Fördermaßnahmen zu bienenfreundlichem Handeln. So wurden im letzten Jahr im Rahmen des KULAP insgesamt 843 ha Blühstreifen angelegt. Zudem hat die Europäische Union ab diesem Jahr auch eine neue Möglichkeit bei den Ökologischen Vorrangflächen im sogenannten „Greening“ geschaffen. Landwirte können nun „Brachliegende Flächen mit Honigpflanzen“ – sogenannte Bienenweiden – als Ökologische Vorrangflächen anrechnen lassen.“

Thüringen fördert gemeinsam mit der Europäischen Union erfolgreich die Imkerei. Seit 2012 steigt die Zahl der Imker und der Bienenvölker stetig an. Jedes Jahr kommen rund 1100 Bienenvölker dazu. Aktuell werden im Landesverband Thüringer Imker über 22.000 Bienenvölker von rund 2750 Imkern gehalten.

Thüringen unterstützt sowohl den einzelnen Imker, wie auch den Landesverband Thüringer Imker. Jeder Imker kann im Rahmen der investiven Förderung bei der Anschaffung der für die Imkerei notwendigen Gerätschaften gefördert werden. Nachwuchsimker und die Imkerpaten, die sich in der Ausbildung der Nachwuchsimker engagieren, werden bei der Förderung bevorzugt. Nachwuchsimker bekommen einen Zuschuss zum Erwerb eines ersten Bienenvolkes und Honig- und Wachsuntersuchungen zur Qualitätssicherung werden unterstützt.

Neben der Schaffung der materiellen Voraussetzungen sind die zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen des Landesverbandes Thüringer Imker zu verschiedensten Themen der Imkerei besonders bedeutsam, um so durch den Wissenstransfer eine erfolgreiche Bienenzucht und -haltung zu realisieren. Auch die öffentlichkeitswirksame Arbeit der Imker an den Schau- und Lehrbienenständen unterstützt das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft. Aktuelle Forschungsprojekte zum Beispiel Untersuchungen zur Varroamilbe und zur Bienenzucht am Länderinstitut für Bienenkunde Hohen Neuendorf und deren Ergebnisse kommen auch Thüringer Imkern zu Gute und werden daher im Rahmen einer Mehrländervereinbarung gefördert.

„Darüber hinaus kann jeder einzelne von uns einen persönlichen Beitrag leisten und Lebensräume für Bienen und Insekten schaffen“, sagte Agrarministerin Birgit Keller und verwies auf die Auszeichnung „Thüringer Bienenfreunde“. Das Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft wendet sich mit dieser Auszeichnung an alle die sich im Großen wie im Kleinen für Honigbienen und Insekten einsetzen. Das kann in ganz unterschiedliche Art und Weise geschehen, zum Beispiel indem Gärten und bewirtschaftete Flächen insektenfreundlich (Blühwiese, Biotope) gestaltet und erst nach dem Abblühen der Pflanzen gemäht werden.

Ebenso sollten möglichst einheimische Bäume, Sträucher und Blumen gepflanzt werden und die Pflanzflächen sollten ohne Herbizide, Insektizide oder andere chemische Mittel bearbeitet werden. Der Einsatz für die bestäubenden Insekten kann sich auch darin zeigen, dass ein Stellplatz für Imker zum Beispiel in Kleingartenanlagen, Unternehmen oder Ortschaften zur Verfügung gestellt wird oder indem Nistmöglichkeiten für Insekten geschaffen werden. Natürlich gehört die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes an Lehrbienenständen auch zu den Dingen, die einen Thüringer Bienenfreund auszeichnen können.

Vorschläge für die Auszeichnung können noch bis 31. Mai 2018 an den Landesverband Thüringer Imker, Ilmstraße 3, 99425 Weimar oder per Mail (lvthi@t-online.de) geschickt werden. Den Antrag finden Sie unter folgendem Link: https://www.thueringen.de/th9/tmil/presse/aktuelles/veranstaltungen/101874/
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